RCS vs. SMS für den geschäftlichen Nachrichtenverkehr | Leitfaden für Unternehmen in Großbritannien

RCS vs. SMS im Bereich der Unternehmenskommunikation ist zu einem der meistdiskutierten Themen in der Unternehmenskommunikation geworden. Das Suchinteresse rund um Rich Communication Services, oft als RCS abgekürzt, steigt weiter an, da Mobilfunkbetreiber, Hersteller von Android-Geräten und Messaging-Plattformen immer umfangreichere mobile Erlebnisse in den Mainstream bringen.

Für Unternehmen, die bereits A2P-SMS nutzen, stellt sich nicht mehr die Frage, ob RCS von Bedeutung ist. Die eigentliche Frage ist vielmehr, welchen Platz RCS neben SMS in einer praktischen Kommunikationsstrategie einnimmt.

SMS bietet nach wie vor eine unübertroffene globale Reichweite, nahezu universelle Gerätekompatibilität und eine zuverlässige Zustellung. RCS führt Marken-Nachrichten, verifizierte Absenderidentitäten, Medienunterstützung, Antwortvorschläge und App-ähnliche Interaktionen direkt im nativen Nachrichten-Posteingang ein.

 
 
 

Keine der beiden Technologien ersetzt die andere.

Für CPaaS-Anbieter, SaaS-Plattformen, internationale Netzbetreiber und Messaging-Teams in Unternehmen ist es sowohl aus geschäftlicher als auch aus technischer Sicht wichtig, die Stärken und Grenzen der einzelnen Protokolle zu kennen. Routing, Endgeräteunterstützung, Interoperabilität zwischen Netzbetreibern, Spam-Kontrollen, Compliance-Anforderungen und Fallback-Mechanismen beeinflussen alle die tatsächliche Zustellung.

Als 2006 gegründeter, von Ofcom regulierter britischer Mobilfunknetzbetreiber arbeitet Stour direkt mit Betreibern, CPaaS-Anbietern und Technologieplattformen zusammen, die den Messaging-Verkehr in großem Umfang verwalten. Diese Perspektive ist wichtig, da die praktische Realität des Unternehmens-Messaging komplexer ist, als es Marketingmaterial vermuten lässt.

Inhalt

Was ist SMS?

SMS (Short Message Service) bildet nach wie vor die Grundlage der weltweiten mobilen Nachrichtenübermittlung.

Das Protokoll gibt es schon seit Jahrzehnten, doch seine wirtschaftliche Bedeutung hat nichts von ihrer Aktualität verloren. A2P-Nachrichten im Unternehmensbereich werden nach wie vor für Authentifizierungscodes, Zustellbenachrichtigungen, Terminerinnerungen, Betrugswarnungen, Kundensupport-Meldungen und Marketingkampagnen genutzt.

Aus technischer Sicht nutzt SMS die Signalisierungsinfrastruktur und Zusammenschaltungsvereinbarungen der Netzbetreiber, um Nachrichten zwischen den Netzen weiterzuleiten. Der Datenverkehr von Unternehmen wird in der Regel über SMPP-Verbindungen an die SMS-Zentralen der Netzbetreiber weitergeleitet, bevor er an die Empfangsgeräte zugestellt wird.

Die größte Stärke von SMS liegt in ihrer Einfachheit.

Reichweite.

SMS funktioniert weltweit auf praktisch jedem Mobiltelefon und in jedem Netz, ohne dass App-Downloads, mobile Datenverbindungen oder plattformspezifische Apps erforderlich sind. Diese Zuverlässigkeit ist für Unternehmen, die geschäftskritische Nachrichten versenden, von entscheidender Bedeutung.

Zum Beispiel:

  • Banken nutzen SMS für Einmalpasswörter

  • Logistikplattformen nutzen SMS für Lieferbenachrichtigungen

  • Gesundheitsdienstleister versenden Terminerinnerungen per SMS

  • Fluggesellschaften versenden Betriebsmeldungen per SMS

  • SaaS-Plattformen nutzen SMS zur Nutzerverifizierung

Viele dieser Anwendungsfälle hängen eher von garantierter Kompatibilität als von visueller Vielfalt ab.

Eine Nachricht, die regelmäßig ankommt, ist oft wertvoller als eine Nachricht mit interaktiven Medien.

Was ist RCS-Messaging?

RCS steht für „Rich Communication Services“.

Die GSMA hat RCS als Weiterentwicklung der herkömmlichen SMS- und MMS-Nachrichten entwickelt. Anstelle der einfachen Textkommunikation unterstützt RCS umfangreichere Interaktionen innerhalb der nativen Nachrichten-App des Geräts.

Business-Messaging über RCS kann Folgendes umfassen:

  • Markenlogos und verifizierte Absenderidentitäten

  • Rich-Media-Inhalte, darunter Bilder und Videos

  • Interaktive Karussells

  • Vorgeschlagene Antworten und Aktionsschaltflächen

  • Lesebestätigungen und Tippanzeigen

  • Umfassende Interaktionen im Kundenservice

  • Integrierte Karten und Buchungsabläufe

  • Zahlungsvorgänge oder Authentifizierungsprozesse

Für die Verbraucher ähnelt die Benutzererfahrung modernen Messaging-Apps.

Für Unternehmen schafft RCS einen markenspezifischen Kommunikationskanal, der direkt in den nativen mobilen Posteingang integriert ist, ohne dass eine separate App installiert werden muss.

Google hat die Einführung von RCS durch die Integration in Android und Partnerschaften mit Netzbetreibern weltweit erheblich vorangetrieben. Auch Apple kündigte die Unterstützung der RCS-Messaging-Standards an, was das Interesse der Branche an Interoperabilität und der künftigen Einführung deutlich steigerte.

Dennoch ist die Einführung von RCS in Unternehmen nicht so unkompliziert, wie viele Schlagzeilen vermuten lassen.

Die Unterstützung durch die Netzbetreiber ist unterschiedlich. Die Kompatibilität der Endgeräte ist unterschiedlich. Die kommerziellen Rahmenbedingungen sind unterschiedlich. Die Sicherheitsmaßnahmen sind unterschiedlich.

Und im Gegensatz zu SMS ist die weltweite Interoperabilität nach wie vor unvollständig.

RCS vs. SMS für den geschäftlichen Nachrichtenverkehr

Der Unterschied zwischen RCS und SMS im Bereich der Unternehmenskommunikation wird deutlicher, wenn man die praktischen Anforderungen von Unternehmen vergleicht.

Liefergebiet

SMS ist nach wie vor führend in Bezug auf Reichweite und Beständigkeit.

Nahezu jedes Mobiltelefon weltweit unterstützt SMS. Eine mobile Datenverbindung ist nicht erforderlich. Unternehmen können Nutzer zuverlässig auf Android-Geräten, iPhones, Feature-Phones, Roaming-Geräten und älterer Hardware erreichen.

RCS stützt sich auf mehrere zusätzliche Ebenen:

  • Kompatible Geräte

  • Unterstützte Messaging-Anwendungen

  • Mobilfunkverbindung oder WLAN-Verbindung

  • Interoperabilität der Netzbetreiber

  • RCS-fähige Umgebungen

Das bedeutet, dass Unternehmen, die RCS nutzen, in der Regel SMS-Fallback-Mechanismen vorhalten müssen.

Ohne Ausweichrouting kommt es schnell zu Lücken in der Zustellung.

Dies ist besonders wichtig für:

  • Authentifizierungsdatenverkehr

  • Notfallwarnungen

  • Zeitkritische Benachrichtigungen

  • Internationale Unternehmenskommunikation

  • Regulierte Kommunikation

Benutzererfahrung

RCS bietet ein deutlich umfassenderes Benutzererlebnis.

SMS basieren grundsätzlich auf Text. Links und Shortcodes bieten zwar begrenzte Interaktionsmöglichkeiten, doch das Protokoll selbst wurde nicht für die interaktive Kundenansprache in Unternehmen konzipiert.

RCS ändert das.

Ein Händler kann Produktkarussells direkt im Chat-Verlauf anzeigen. Fluggesellschaften können Live-Bordkarten bereitstellen. Kundensupport-Teams können mithilfe von Schaltflächen und Antwortvorschlägen strukturierte Interaktionen gestalten.

Für Marketing- und Kundenbindungsaktionen bietet RCS bessere Möglichkeiten für:

  • Höhere Interaktionsraten

  • Besseres visuelles Branding

  • Gestärktes Kundenvertrauen

  • Umfassendere Kundenerlebnisse

  • Geringere Abhängigkeit von Apps

Das bedeutet nicht automatisch eine höhere Konversionsrate.

Die Wirksamkeit hängt nach wie vor von der Zielgruppe, der Geräteunterstützung, der Kampagnengestaltung und der Konsistenz der Auslieferung ab.

Sicherheit und Vertrauen

Betrug im Bereich der geschäftlichen Nachrichtenübermittlung ist nach wie vor ein großes Problem in den weltweiten Telekommunikationsnetzen.

SMS-Phishing, Spoofing und der Missbrauch von „Grey Routes“ beeinträchtigen weiterhin die Qualität der Unternehmenskommunikation. Netzbetreiber weltweit, darunter auch britische Netzbetreiber, haben als Reaktion darauf ihre Filter- und Betrugsbekämpfungsmaßnahmen verstärkt.

RCS Business Messaging führt verifizierte Absenderidentitäten ein, was das Vertrauen der Verbraucher stärken kann.

Durch verifiziertes Branding können Empfänger legitimen Unternehmensdatenverkehr von betrügerischen Identitätsdiebstahlversuchen unterscheiden.

Die Sicherheitsmodelle von RCS hängen jedoch in hohem Maße von der Umsetzung im Ökosystem ab. Partnerschaften mit Betreibern, die Plattform-Governance und Verifizierungsstandards beeinflussen alle das tatsächliche Sicherheitsniveau.

SMS genießt nach wie vor großes Vertrauen in der betrieblichen Kommunikation, da Unternehmen bereits mit ihrer Funktionsweise, ihren Routing-Mustern und den entsprechenden Compliance-Rahmenbedingungen vertraut sind.

In stark regulierten Branchen wie dem Bankwesen oder dem Gesundheitswesen ist Vorhersehbarkeit oft wichtiger als eine ausgefeilte Benutzeroberfläche.

Kostenstruktur

Die Preismodelle für SMS sind ausgereift und allgemein bekannt.

Die Preise für SMS im Großhandel hängen in der Regel von folgenden Faktoren ab:

  • Zielnetzwerk

  • Verkehrsart

  • Verbindungsstruktur

  • Direkte versus indirekte Weiterleitung

  • Mengenverpflichtungen

  • Regulatorisches Umfeld

Die Preisstrukturen für RCS sind weltweit nach wie vor weniger standardisiert.

Die geschäftlichen Vereinbarungen variieren je nach Betreiber, Aggregator und Plattformanbieter. Einige Implementierungen basieren auf Sitzungsmodellen, andere auf Konversationsfenstern oder Nachrichtenereignissen.

Diese Schwankungen stellen internationale Fluggesellschaften und Unternehmen, die in mehreren Regionen tätig sind, vor planerische Herausforderungen.

Für Unternehmen mit vorhersehbaren Anforderungen an die betriebliche Nachrichtenübermittlung ist SMS oft die wirtschaftlich einfachere Lösung.

Zuverlässigkeit

Für Teams im Bereich Unternehmenskommunikation ist die Zuverlässigkeit der Zustellung wichtiger als die Liste der Funktionen.

Die SMS-Infrastruktur blickt auf jahrzehntelange Betriebserfahrung zurück.

Routing-Pfade, Filterverhalten, Zustellungsberichte und internationale Zusammenschaltungsrahmen sind in der Branche allgemein bekannt.

Die RCS-Infrastruktur ist nach wie vor neuer und weniger einheitlich.

In einigen Märkten ist die Akzeptanz bei den Betreibern groß. Andere sind stark auf plattformbasierte Implementierungen angewiesen. Die Interoperabilität zwischen Betreibern und Messaging-Ökosystemen entwickelt sich nach wie vor uneinheitlich.

Aus diesem Grund betrachten viele Unternehmen RCS derzeit eher als ergänzenden Kommunikationskanal denn als Ersatz für SMS.

Wo SMS nach wie vor besser abschneidet

Trotz der Begeisterung der Branche für RCS schneidet SMS in mehreren entscheidenden Unternehmensszenarien weiterhin besser ab.

Authentifizierung und Einmalpasswörter

Die Bereitstellung von OTP hängt von Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und umfassender Kompatibilität ab.

SMS ist nach wie vor der bevorzugte Kanal für viele Authentifizierungsabläufe, da die Nutzer Folgendes nicht benötigen:

  • Datenverbindung

  • Spezifische Messaging-Anwendungen

  • Geräte-Updates

  • Erweiterte Unterstützung für Mobiltelefone

Die Einführung von RCS schreitet voran, doch Authentifizierungssysteme erfordern ein Höchstmaß an Vorhersehbarkeit.

Ein fehlgeschlagener Anmeldeversuch führt sofort zu Betriebsstörungen.

Internationale Nachrichtenübermittlung

Die globale Unternehmenskommunikation ist auf eine lückenlose Netzabdeckung angewiesen.

SMS profitiert bereits von jahrzehntelangen internationalen Beziehungen zu Netzbetreibern und etablierten Routing-Strukturen. Netzbetreiber, Großhandelsanbieter und CPaaS-Anbieter wissen, wie man SMS-Verkehr international verwaltet.

Die Interoperabilität von RCS über internationale Netzwerke hinweg ist noch nicht ausgereift.

Für internationale Netzbetreiber, die in den britischen Markt eintreten, bietet der SMS-Dienst nach wie vor ein besser planbares Betriebsumfeld.

Umgebungen mit geringer Bandbreite

SMS funktioniert auch unter Bedingungen, unter denen die mobile Datenverbindung schwach oder nicht verfügbar ist.

Das ist wichtig für:

  • Versorgung ländlicher Gebiete

  • Internationales Roaming

  • Überlastete Netzbedingungen

  • Ältere Geräte

  • Einsatzteams vor Ort

RCS ist auf eine IP-Verbindung angewiesen.

Keine Datenverbindung bedeutet in der Regel, dass RCS nicht genutzt werden kann.

Betriebsnachrichten

Viele Unternehmensbenachrichtigungen erfordern keine visuelle Interaktion.

Für eine Lieferbestätigung ist kein Karussell erforderlich.

Für eine Betrugswarnung sind keine Markenlogos erforderlich.

Eine Benachrichtigung über einen Stromausfall erfordert keine eingebetteten Medien.

In diesen Fällen sind SMS nach wie vor äußerst effektiv, da sie prägnante Informationen zuverlässig übermitteln.

Wo RCS neue Möglichkeiten eröffnet

RCS erweist sich in Szenarien der Kundenbindung als weitaus überzeugender.

Einzelhandel und E-Commerce

Händler können direkt in Chat-Verläufen interaktive Einkaufserlebnisse gestalten.

Anstatt eine verkürzte URL per SMS zu versenden, können Marken:

  • Produktbilder anzeigen

  • Kaufprozesse mit nur einem Fingertipp anbieten

  • Verfügbarkeit von Surface-Lagerbeständen

  • Interaktive Werbeaktionen präsentieren

  • Kundengespräche leiten

In einigen Branchen führt dies zu messbaren Verbesserungen beim Engagement.

Kundendienst

Mit RCS können Unternehmen dialogorientierte Kundensupport-Erlebnisse schaffen, ohne dass die Nutzer dazu gezwungen sind, separate Anwendungen zu nutzen.

Vorgeschlagene Antworten und interaktive Menüs sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Die Kunden bleiben in ihrer gewohnten Messaging-Umgebung und können dennoch auf umfassendere Support-Funktionen zugreifen.

Markenvertrauen

Ein verifiziertes Absender-Branding kann das Vertrauen der Kunden stärken.

Verbraucher hinterfragen zunehmend unbekannte SMS-Absender, da Phishing-Angriffe nach wie vor weit verbreitet sind.

Die RCS-Unternehmensüberprüfung bietet:

  • Markennamen

  • Offizielle Logos

  • Geprüfte Unternehmenskennzahlen

Diese Transparenz kann das Engagement verbessern und das Risiko betrügerischer Identitätsmissbräuche verringern.

Rich-Media-Kampagnen

Marketingteams erhalten Zugang zu medienreicher Kommunikation, ohne dass dafür Apps installiert werden müssen.

Dies ist ein Grund, warum Google und die großen Netzbetreiber weiterhin auf die Einführung von RCS drängen.

Der Kanal versucht, die Lücke zwischen herkömmlichen SMS und OTT-Messaging-Apps zu schließen.

Regulatorische und technische Aspekte im Vereinigten Königreich

Bei jeder Diskussion über RCS versus SMS im Bereich der geschäftlichen Nachrichtenübermittlung sollten die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.

Die Telekommunikationsregulierung im Vereinigten Königreich entwickelt sich im Hinblick auf Spam-Prävention, Betrugsbekämpfung und Verbraucherschutz weiter.

Als von Ofcom regulierter Mobilfunknetzbetreiber sieht sich Stour einer zunehmenden Kontrolle in folgenden Bereichen ausgesetzt:

  • Absenderüberprüfung

  • Spamfilterung

  • Künstlich aufgeblähte Besucherzahlen

  • Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung

  • Qualität der internationalen Routenführung

  • Verpflichtungen zum Verbraucherschutz

Diese Probleme betreffen sowohl SMS als auch RCS.

Für Unternehmen, die auf dem britischen Markt tätig sind, reicht die technische Bereitstellung allein nicht mehr aus. Messaging-Anbieter müssen darüber hinaus Folgendes nachweisen:

  • Compliance-Bereitschaft

  • Sicherheitsmaßnahmen

  • Verantwortungsbewusste Routing-Praktiken

  • Transparente Verbindungen

Dies ist besonders wichtig für CPaaS-Anbieter und internationale Netzbetreiber, die Unternehmensdatenverkehr in britische Netze leiten.

Auch Sicherheitsrahmenbedingungen spielen eine Rolle.

Unternehmenskunden verlangen zunehmend von Infrastrukturanbietern, dass diese vor der Einbindung von Messaging-Datenverkehr eine Zertifizierung nach ISO 27001 sowie die Einhaltung der SOC-2-Standards nachweisen.

In stark regulierten Branchen haben die Zuverlässigkeit der Nachrichtenübermittlung und die Governance oft Vorrang vor der Erweiterung des Funktionsumfangs.

Warum die meisten Unternehmen beides nutzen werden

In der Marktdiskussion werden RCS und SMS manchmal als Konkurrenten dargestellt.

In der Praxis werden die meisten Messaging-Strategien in Unternehmen beide Technologien gemeinsam nutzen.

SMS ist nach wie vor die universelle Ausweichlösung und das operative Rückgrat.

RCS bietet umfangreichere Interaktionsmöglichkeiten, sofern dies aufgrund der Geräteunterstützung und der Anforderungen an das Kundenerlebnis sinnvoll ist.

Dieses Hybridmodell findet sich bereits in vielen großen Unternehmensumgebungen.

Ein Unternehmen kann Folgendes nutzen:

  • SMS zur Authentifizierung

  • SMS für dringende operative Meldungen

  • RCS für Werbezwecke

  • RCS für den Kundensupport

  • SMS-Ausweichlösung für nicht unterstützte Geräte

Dieser mehrstufige Ansatz spiegelt wider, wie sich die Telekommunikationsinfrastruktur von Unternehmen in der Regel entwickelt.

Neue Protokolle ersetzen bestehende Infrastruktur selten sofort.

Sie erweitern die Funktionen schrittweise, während die Unternehmen die Kompatibilität und die Betriebssicherheit gewährleisten.

Für Telekommunikations-Großhandelsanbieter, CPaaS-Plattformen und SaaS-Unternehmen, die Kommunikationsfunktionen integrieren, steht in der Praxis die Flexibilität an erster Stelle.

Das bedeutet:

  • Direkte Beziehungen zu den Betreibern

  • Zuverlässige Zusammenschaltungsvereinbarungen

  • Hohe Qualität beim SMS-Routing

  • RCS-Fähigkeit, sofern wirtschaftlich vertretbar

  • Transparente Compliance-Prozesse

  • Skalierbare Infrastruktur

Als unabhängiger britischer Mobilfunknetzbetreiber bietet Stour Großhandelsdienste in den Bereichen SMS, Sprachübertragung, Nummernvergabe und Netzzusammenführung für Unternehmen an, die in diesen Bereichen tätig sind. Direkte Beziehungen zu Netzbetreibern und eine regulierte Infrastruktur helfen Unternehmen dabei, den Überblick über die Routing-Qualität und die Compliance-Anforderungen zu behalten und sich gleichzeitig an sich weiterentwickelnde Messaging-Standards anzupassen.

Häufig gestellte Fragen

  • Nein.

    RCS erweitert die Messaging-Funktionalität, doch SMS bietet nach wie vor eine größere weltweite Kompatibilität und höhere Betriebssicherheit. Die meisten Unternehmen nutzen derzeit SMS und RCS gemeinsam, anstatt SMS vollständig zu ersetzen. Bei der Authentifizierung, bei Notfallbenachrichtigungen und bei Betriebswarnungen wird weiterhin stark auf SMS gesetzt, da die Zustellungsreichweite nach wie vor größer ist.

  • Der größte Vorteil ist die intensivere Kundeninteraktion direkt im nativen Nachrichten-Posteingang. Unternehmen können verifiziertes Branding, Bilder, Antwortvorschläge und interaktive Kundenpfade nutzen, ohne dass dafür separate mobile Apps erforderlich sind. Dies kann das Engagement bei Kundensupport- und Marketinganwendungen verbessern.

  • SMS ist nach wie vor äußerst zuverlässig, da fast jedes Mobiltelefon und jedes Netz diese Technologie unterstützt. Es ist weder eine mobile Datenverbindung noch die Installation einer App erforderlich. Für Messaging-Teams in Unternehmen, die Authentifizierungsdaten, Betriebswarnungen oder internationale Kommunikation verwalten, ist eine verlässliche Zustellung oft wichtiger als ausgefeilte visuelle Funktionen.

  • Apple kündigte die Unterstützung von RCS-Standards an, was die Akzeptanz in der Branche weiter vorantrieb. Die Details zur Umsetzung, das Interoperabilitätsverhalten und die Supportmodelle für Unternehmen befinden sich jedoch weiterhin in der Entwicklung. Unternehmen sollten daher weiterhin ein SMS-Fallback-Routing beibehalten, um maximale Kompatibilität zu gewährleisten.

  • RCS-Business-Messaging kann durch verifizierte Absenderidentitäten und markenspezifische Nachrichtenerlebnisse das Vertrauen stärken. Die tatsächliche Sicherheit hängt jedoch von der Plattformimplementierung, den Beziehungen zu den Netzbetreibern und den Governance-Kontrollen ab. SMS wird in regulierten Branchen nach wie vor intensiv genutzt, da ihr Funktionsweise und die entsprechenden Compliance-Rahmenbedingungen gut bekannt sind.

  • Insbesondere in den Bereichen Einzelhandel, E-Commerce, Reise und Kundensupport bietet RCS oft den größten Mehrwert, da Rich-Media-Inhalte und interaktive Nachrichten die Kundenbindung verbessern. Unternehmen, deren Schwerpunkt auf operativer Nachrichtenübermittlung, Authentifizierung oder der Übermittlung bei geringer Bandbreite liegt, könnten weiterhin SMS den Vorzug geben.

Das Wichtigste in Kürze

RCS bietet ein umfassenderes mobiles Messaging-Erlebnis, das Unternehmen neue Möglichkeiten zur Kundenbindung eröffnet.

SMS ist nach wie vor der am weitesten verbreitete und technisch zuverlässigste Kanal für die mobile Nachrichtenübermittlung.

Für die meisten Unternehmen liegt die Zukunft nicht in RCS oder SMS.

Es handelt sich um eine Kombination aus RCS und SMS.

Unternehmen, die eine Messaging-Infrastruktur evaluieren, sollten sich weniger auf den Hype und mehr auf die praktischen Anforderungen an die Nachrichtenübermittlung konzentrieren:

  • Gerätekompatibilität

  • Internationale Reichweite

  • Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

  • Transparenz bei der Routenführung

  • Betrugsbekämpfung

  • Betriebskontinuität

  • Geschäftliche Vorhersehbarkeit

Die Messaging-Technologie entwickelt sich ständig weiter, doch die Kommunikation in Unternehmen basiert nach wie vor vor allem auf einem Grundprinzip.

Die Nachricht muss ankommen.

Unternehmen, die sich mit der britischen Messaging-Infrastruktur, SMPP-Verbindungen oder dem SMS-Großhandels-Routing befassen, können ihre Anforderungen direkt mit dem technischen Team von Stour besprechen.

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